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Wie Klimawandel die Arbeitswelt verändert – aus der Sicht eines Headhunters aus der Gebäudetechnik.






Welche Berufe gewinnen und welche verlieren?

Die heutige Problematik:

Die langsame Erwärmung der Erd­temperatur hat große Aus­wirkungen auf die Lebens­bedingungen von Mensch, Tier und Pflanzen­welt und dadurch natürlich auch auf die Arbeitswelt.

Verstärkt wird die Erderwärmung durch die globale Entwaldung: Wälder speichern bislang rund 70 Prozent des insgesamt auf der Erde vorhandenen Kohlenstoffs. Durch Rodungen und Trockenlegung von Mooren, vor allem von Tropenwäldern in Südamerika und Indonesien, werden derzeit große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Allein die Entwaldung macht derzeit rund 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen aus.

Auch die industrielle Landwirtschaft der westlichen Industriestaaten trägt erheblich zur Erderwärmung bei: Der Einsatz von Maschinen, Pestiziden und Kunstdüngern ist sehr energieintensiv, chemische Stickstoffdünger verursachen zudem das klimaschädliche Lachgas, und die Intensivtierhaltung emittiert große Mengen des Treibhausgases Methan.

Die Temperaturen steigen seit Jahrzehnten klar an: Seit den 1960 Jahren wurde es in jeder Dekade stetig wärmer. Auch in diesem Jahrzehnt gibt es eine Abweichung von 0,74 Grad Celsius verglichen mit dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Das sind 0,13 Grad Celsius höher als noch im letzten Jahrzehnt.

Die Ozeane sind wärmer geworden und versauern: In den Weltmeeren ist die Temperatur der oberen Wasserschichten seit 1980 um ca. 0,5 Grad gestiegen. Dazu verändert sich durch das Kohlendioxid in der Luft der pH-Wert der Meeresoberfläche. Die Meere nehmen mehr CO2 auf und versauern − mit bedrohlichen Folgen für zahlreiche Meereslebewesen.

Der Meeresspiegel ist angestiegen: Der Meeresspiegel ist seit 1880 um 20 Zentimeter gestiegen und steigt aktuell mit einer Geschwindigkeit von 3,2 Zentimeter pro 10 Jahren. Verantwortlich dafür sind die Ausdehnung des Wassers durch Erwärmung und das weltweite Abschmelzen des Eises.

Weltweit verschwinden Gletscher, Eisplatten und Schnee: Vier Fünftel der Gebirgsgletscher verlieren aktuell an Masse − im Durchschnitt eine 20 Meter dicke Eisschicht. Dazu schwindet das Eisschild Grönlands um rund 250 Milliarden Tonnen pro Jahr. Auch in der Arktis und der Antarktis schwindet das Eis rapide.

Die Landwirtschaft wird bedroht: Austrocknende Böden oder Überschwemmungen vernichten vielerorts die Ernte. Zudem besteht akute Gefahr durch Waldbrände und sich schneller ausbreitende Schädlinge.

Mehr Menschen fliehen vor Auswirkungen des Klimas als vor Krieg

Dürren, Missernten, Sturmfluten: Bis 2050 könnten 140 Millionen in Südasien, Lateinamerika und Afrika südlich der Sahara ihre Heimat verlassen, erwartet die Weltbank. Das entspricht einer Verdoppelung der Flüchtlinge gegenüber 2018.

Von den gesamten Treibhausgasemissionen in der Schweiz werden verursacht:

§32% durch den Verkehr (ohne Flugverkehr)

§26% durch Gebäude

§23% durch die Industrie

§19% durch die Landwirtschaft und Abfallbehandlung sowie den Ausstoss von synthetischen Gasen.

Die Entwicklung in der Schweiz läuft nicht in allen Sektoren gleich. Die Emissionen aus dem Verkehr gehen erst seit wenigen Jahren leicht zurück. Sie liegen 2017 immer noch 1% über dem Niveau von 1990. Hingegen konnten die Emissionen in den Sektoren Gebäude und Industrie um 26% bzw. 18% gegenüber 1990 gesenkt werden.

Die Konsequenzen für die Arbeitswelt:

Dass die Digitalisierung und Industrie 4.0 die Arbeitswelt grundlegend verändern ist allgemein bekannt. Über die konkreten Auswirkungen des Klimawandels auf die Berufswelt wurde bisher wenig berichtet.

Grundsätzlich gib es zwei Ansätze um dem Klimawandel zu bekämpfen. Einerseits durch die Veränderung des Verhaltens anderseits durch die Entwicklung und den Einsatz von klimaneutraler Technik. Da der zweite Punkt in der Bevölkerung eine viel grössere Akzeptanz hat, priorisieren wir ihn. Das grösste CO2 Sparpotential kann durch Verkehrstechnik und in Gebäudetechnik erzielt werden. Deshalb sind Berufe in diesen Bereichen sehr zukunftsträchtig. Da eine Umstellung von der fossilen Energie zu erneuerbarer Energie stattfinden muss, sind alle Berufe welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen verheissungsvoll. Für die Entwicklung der neuen Technologien braucht es hoch qualifizierte Ingenieure und Techniker und für die Umsetzung braucht es Installateure, Monteure und Mechaniker. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen, Universitäten und Wirtschaft sind unerlässlich. Durch den Fachkräftemangel fehlen gerade in diesen Berufen die genügend qualifizierten Mitarbeiter. Gropag Michel Grosjean https;//www.gropag.com hat sich als Headhunter auf diese Berufsgruppen spezialisiert. Er engagiert sich seit Jahrzenten dafür die Attraktivität und die Sinnhaftigkeit der Gebäudetechnik in der Gesellschaft zu etablieren. Auch zählt er zu den Pionieren die sich für eine umweltverträgliche Mobilität einsetzen.

Es gibt auch neue Ansätze wie Geoengineering und Climatengineering - so will manmit Hightech den Klimawandel stoppen!

Spiegel im Weltraum halten die Sonnenstrahlung von der Erde fern. Eine künstlich erzeugte Algenblüte frisst CO2 auf. So klingen Geoengineering- oder Climateengineering-Pläne, die Erderwärmung und damit den Klimawandel durch Manipulation zu stoppen. Wie wirkungsvoll diese Ansätze sind wird die Zukunft weisen.

Die Folgen des Klimawandels haben quantitativ einen viel grösseren Einfluss auf die Arbeitswelt als dessen Bekämpfung.

Für die Beseitigung und Bekämpfung der Folgen des Klimawandels sind ganz andere Berufsprofile gefragt. Da sind nicht primär Ingenieure oder Techniker von Nutzen sondern Beamte, Soldaten, Polizisten, Feuerwehr, Totengräber, Räumungstruppen, Sanitäter, Ärzte, Pflegepersonal, Biologen, Chemiker, Bauarbeiter für Infrastruktur und Sozialarbeiter, Mitarbeiter im Recycling.. Laut den Prognosen ist mit einem Anstieg der Flüchtlingswelle von 70 auf 140 Mio. Menschen, in den nächsten dreissig Jahren, durch den Klimawandel, zu rechnen. Umweltkatastrophen wie Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Erdrutsche werden eine grosse Anzahl von Menschen beschäftigen. Auch durch die Umweltverschmutzung werden viele beschäftigt. Luftschadstoffe führen zu mehr vorzeitigen Todesfällen als das Rauchen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie Mainzer Wissenschaftler. Weltweit verursache vor allem mit Feinstaub belastete Luft 8,8 Millionen Sterbefälle pro Jahr, berichtet das Team um den Atmosphärenforscher Professor Dr. Jos Lelieveld und den Kardiologen Professor Dr. Thomas Münzel im »European Heart Journal«. Etwa 120 Menschen pro 100.000 Einwohner sterben demnach weltweit jährlich vorzeitig an den Folgen verschmutzter Luft, in Europa etwa 133. In Deutschland sind es den vorgestellten Daten zufolge sogar 154 je 100.000 Einwohner jährlich.

Wer soll das bezahlten?

Gemäss der FAZ vom 20.05.2019 rechnet Deutschland mit Kosten von 23 Milliarden Euro für die flüchtlingsbezogenen Ausgaben. Ein grosses Problem für die Gesellschaft ist, dass Sie für die Kosten der Folgen des Klimawandels aufkommen muss. Ein internationales Forscherteam aus England, den USA und Deutschland berichtet im Fachjournal "Nature Communications", dass die wirtschaftlichen Kosten bis zu 70 Billionen US-Dollar höher ausfallen könnten, verglichen mit bisherigen Berechnungen. Grundlage dieser Schätzung ist eine Erwärmung des Weltklimas bis 2100 um etwa 3 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau.

Wenn man mit Ausgaben von Fr. 13‘000.- pro Flüchtling rechnet kommt man bis ins Jahr 2050 auf die Summe von 1‘8600 Milliarden Franken pro Jahr.

Seit Jahrzenten wurde viel debattiert aber es wurde wenig unternommen. Man versuchte den Status quo zu wahren und es wurde lobbyiert und blockiert. Sei es von Seiten der Oel- Gaswirtschaft, der Automobilindustrie, der Waffenindustrie oder der Landwirtschaft. Da die Gesellschaft aber für die Zeche aufkommen muss, liegt es in ihrem Interesse, das jetzt gehandelt wird.



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