Ob Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär, Elektro oder Gebäudeautomation: Irgendwann steht jeder gute Projektleiter vor derselben Frage – Planungsbüro oder Installationsbetrieb? Eine ehrliche Einordnung aus über 35 Jahren Rekrutierungspraxis.
Beide Welten brauchen Projektleiter – und beide klagen über denselben Mangel. Trotzdem unterscheiden sich Alltag, Anforderungen und Karrierepfade deutlich. Wer die Unterschiede kennt, verhandelt besser und wechselt gezielter.
Im Engineering (Planungs- und Ingenieurbüro) entsteht das Gebäude auf dem Papier: Konzepte, Berechnungen, Ausschreibungen, Fachbauleitung. Der Rhythmus ist planbarer, die Arbeit konzeptioneller, der Kontakt läuft über Bauherren, Architekten und Behörden. In der Ausführung (Installations- und Anlagenbau) wird geliefert: AVOR, Montageführung, Nachträge, Inbetriebnahme, Abnahme. Der Takt ist härter, die Verantwortung unmittelbarer – was heute schiefgeht, steht morgen auf der Baustelle.
Das Engineering verlangt Normensicherheit, Software-Routine und die Fähigkeit, technische Entscheide wirtschaftlich zu begründen – typischerweise mit Techniker HF oder FH-Abschluss. Die Ausführung verlangt Montageherkunft, Führungsstärke gegenüber eigenen Monteuren und Subunternehmern sowie Nervenstärke im Termindruck. Beides sind vollwertige, anspruchsvolle Profile – nur eben verschiedene.
Die Lohnbänder überschneiden sich stark: In beiden Welten liegen erfahrene Projektleiter im Raum Zürich meist zwischen CHF 90'000 und 135'000, in der Gebäudeautomation auch darüber. Der Unterschied liegt weniger im Einstiegslohn als im Pfad: Im Engineering führt der Weg über Fachbauleitung und Gesamtprojektleitung Richtung Kader, in der Ausführung über Bereichs- und Abteilungsleitung Richtung Geschäftsleitung – oft mit Beteiligungsoption in KMU.
Der Wechsel Ausführung → Engineering gelingt am besten über die Fachbauleitung: Wer Baustellen aus eigener Erfahrung kennt, ist im Büro Gold wert. Umgekehrt wechseln Planer in die Ausführung meist über grössere Installationsbetriebe mit eigener Engineering-Abteilung. Beides funktioniert – aber selten über Inserate, weil Betriebe im Zweifel den «passenden Lebenslauf» suchen statt das passende Potenzial. Genau hier setzt Direktansprache an: Wir argumentieren Ihr Profil dort, wo es hingehört.
Es gibt keinen besseren Weg – nur den passenderen für Ihr Profil und Ihre Lebensphase. Wer die Entscheidung bewusst trifft, statt sie dem Zufall des nächsten Inserats zu überlassen, macht in der Gebäudetechnik derzeit die grössten Karrieresprünge. Der Markt ist auf Ihrer Seite; nutzen Sie ihn gezielt.
Direktes Gespräch mit Michel Grosjean – ehrliche Markteinschätzung, ohne CV-Pflicht, ohne Weitergabe Ihrer Daten.